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50–120 km/h: Wenn Naked Bikes eskalieren

Zusammenfassung

Wir bei Motochecker haben rund 40 Naked Bikes per GPS von 50 auf 120 km/h vermessen und damit eines der ehrlichsten Beschleunigungsrankings der Szene geschaffen. Vom klar alltagsorientierten Schlusslicht Zontes GK350 bis hin zu erstaunlich flinken A2-Bikes wie KTM 390 Duke, Honda Hornet 500 oder Kawasaki Z400 zeigt sich früh: Gewicht, Übersetzung und Drehmoment zählen hier mehr als nackte PS-Zahlen. In der Mittelklasse liefern Bestseller wie MT-07, Z650, SV650 oder Hornet 750 starke Werte, während sportlichere Nakeds à la MT-09, GSX-8S, F900R oder Z900 die 3-Sekunden-Marke knacken. Spätestens bei den Hyper Nakeds eskaliert die Sache: KTM Super Duke 1390 EVO, Kawasaki Z H2 mit Kompressor oder BMW R1300R schießen brachial nach vorne – doch den absoluten Bestwert hält eine Ikone, die es nicht mehr gibt: die Yamaha MT-10 SP mit unglaublichen 2,34 Sekunden. Das Fazit ist klar und fast schockierend zugleich: Yamaha beherrscht diese Disziplin wie kein anderer Hersteller, und die Jagd nach noch mehr Performance ist längst nicht vorbei.

Im Laufe der vergangenen Jahre haben wir rund 40 Naked Bikes per GPS auf ihre Beschleunigung von 50 auf 120 km/h vermessen – alle mit mehr als 125 Kubik. Das Ergebnis ist ein umfangreiches Ranking, das bewusst bei den langsamsten Modellen beginnt. Am Ende der Liste steht die Zontes GK350 mit 11,26 Sekunden, gefolgt von der QJ SRK400 (7,94 s). Beide setzen klar auf Alltagstauglichkeit statt Performance. Deutlich agiler zeigen sich KTM 390 Duke (7,33 s), Honda Hornet 500 (6,74 s) und Kawasaki Z400 (6,33 s), die trotz moderater Leistungsdaten erstaunlich ordentliche Messwerte liefern. Eine Sonderrolle nimmt die vollelektrische Can-Am Pulse 73 ein: Mit 5,8 Sekunden ist sie deutlich schneller, bleibt aber aufgrund ihres hohen Preises und geringer Verbreitung ein Exot. Wichtig: Viele der getesteten Fahrzeuge stammen aus unterschiedlichen Modelljahren und sind teils nicht mehr neu erhältlich.

Mittelklasse & Volumenmodelle

In der stark umkämpften Mittelklasse wird es spürbar sportlicher. Die Yamaha MT-07 zeigt je nach Version deutliche Unterschiede: Während die aktuelle Y-AMT-Variante 4,31 Sekunden benötigt, schaffte die manuelle Version aus 2022 bereits 3,78 Sekunden. Ähnlich flott unterwegs sind Honda CB650R (4,21 s), Kawasaki Z650 (4,11 s) und die beliebte Suzuki SV650, deren V2-Zylinder mit 4,1 Sekunden überzeugt. Suzuki platziert sich mit der GSX-8S/8T und 3,82 Sekunden ebenfalls stark, ebenso wie die Honda Hornet 750, die vor allem mit ihrem aggressiven Preis-Leistungs-Verhältnis punktet. Bereits hier zeigt sich: Kürzere Übersetzungen und drehmomentstarke Motoren bringen auf der Landstraße klare Vorteile – unabhängig von reinen PS-Zahlen.

Sportliche Nakeds & Performance-Fokus

In der oberen Mittelklasse rücken Fahrwerk, Motorcharakter und Elektronik stärker in den Fokus. Suzuki GSX-8S (3,19 s), Husqvarna 801 (3,14 s) und BMW F900R (3,13 s) liegen dicht beieinander und kombinieren Alltagstauglichkeit mit echter Sportlichkeit. Die Yamaha MT-09 Y-AMT folgt mit 3,11 Sekunden, während die Honda Hornet 1000 trotz Rückrufthematik wegen Ölverbrauchs mit 3,06 Sekunden beeindruckt. Auffällig: Selbst Supersportler wie die Ducati Panigale V2 (2,85 s) verlieren in dieser Messung gegen Naked Bikes mit kürzerer Übersetzung. Die neue Kawasaki Z900 (2025) legt ebenfalls zu und erreicht 2,84 Sekunden – schneller als ihr Vorgänger und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis.

Hyper Nakeds & Spitzenfeld

Ganz oben eskaliert die Leistung. KTM 890 Duke R und Duke 790 liegen um 2,8 Sekunden, dicht gefolgt von der Aprilia Tuono 660 Factory (2,71 s) und der Yamaha MT-09 ohne Y-AMT (2,66 s). In der Hyper-Naked-Liga liefern Suzuki GSX-S1000 und KTM 990 mit rund 2,6 Sekunden beeindruckende Werte, bevor die KTM Super Duke 1390 EVO mit 2,49 Sekunden in eine neue Dimension vorstößt. Noch schneller sind nur die Kawasaki Z H2 mit Kompressor (2,36 s) und die BMW R1300R (2,35 s). Den absoluten Bestwert hält jedoch die nicht mehr erhältliche Yamaha MT-10 SP: 2,34 Sekunden von 50 auf 120 km/h. Fazit: Yamaha dominiert diese Beschleunigungsdisziplin klar. Für 2026 sind weitere Tests angekündigt – vor allem in der 200-PS-Liga gibt es noch offene Rechnungen.

Veröffentlichungsdatum: 28.01.2026

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