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KAWASAKI KLE 500 SE 2026 MOTORRAD TEST
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Kawasaki KLE500 – Kleine Enduro, große Emotion

Zusammenfassung

Optisch ist die KLE ein wahr gewordener Traum, doch faktisch ist sie anders als viele erwarten würden, denn sie ist kein echter Konkurrent zur 450 MT oder zur NX500, sondern bewegt sich zwischen zwei Welten mit klarem Straßenfokus. Für mich sind das starke Händlernetz, die Ersatzteilversorgung und die einfache Zugänglichkeit große Argumente. Ich habe mich richtig auf dieses Motorrad gefreut, vor allem nach dem Fahrspaß mitten in Spanien, auch wenn meine GoPro defekt war. Der Parallelzylinder mit 45 PS bei 9000 Umdrehungen und 42,6 Nm bei 6000 wirkt auf dem Papier langweilig, überrascht aber mit spritzigem Antritt dank überarbeiteter ECU und anderer Übersetzung. Unten raus schiebt sie sauber an, im mittleren Bereich bleibt sie lebendig, oben muss man sie drehen. Der Verbrauch liegt realistisch bei rund 5 Litern, der 16 Liter Tank ermöglicht ordentliche Reichweite. Der tief verbaute Motor sorgt für niedrigen Schwerpunkt, 185 mm Bodenfreiheit und 870 mm Sitzhöhe. Mit 194 bzw. 195 kg bleibt sie handlich und zeigt, dass ein Parallel Zweizylinder durchaus echten Fahrspaß liefern kann.

Optisch ist die KLE ein wahr gewordener Traum, doch faktisch ist sie anders als viele da draußen erwarten würden und auch ist es kein echter Konkurrent zur 450 MT oder zur NX500. Sie lebt irgendwie zwischen zwei Welten und das, was man am ehesten damit vergleichen könnte, wäre vielleicht die BMW, wenn man ehrlich ist. Sie setzt die Welt der leichten Adventure Bikes mit hohem Straßenfokus und genau da setzt sie sich hinein. Man muss ganz ehrlich sagen, die zwei großen und starken Argumente sind aus meiner Sicht einerseits ein starkes Händlernetz und eine starke Ersatzteilversorgung in Kombination mit einer extrem einfachen Zugänglichkeit. Dieses Motorrad hier hinter mir war eins, auf das ich mich richtig gefreut habe und heute erfahrt ihr, warum und ob sich wirklich lohnt dieses Motorrad Probe zu fahren. War das ein Fahrspaß heute mitten in Spanien durch die einzige Wüste aus Europa an Szenarien vorbei, wo Indiana Jones gedreht wurde und auch Jack Sparrow gedreht wurde. Also wirklich viel erlebt.

Motor und Verbrauch

Doch ein kleiner Mist ist mir passiert, meine GoPro war defekt. Dementsprechend schaut das Video heute ein bisschen anders aus und wir haben ein bisschen weniger Onboard Moderation. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem und dementsprechend hätte ich gesagt, starten wir mit dem Motor. Bei dem Motor kann ich ehrlich gesagt nur lächeln, weil es ist ein Parallelzylinder, ein super langweiliges Aggregat mit nur 45 PS bei 9000 Umdrehungen, 42,6 Nm bei 6000. Der Verbrauch soll gerade mal um die 4 Liter sein, was in der Realität aber nicht stimmt, weil ganz ehrlich, ich habe schon 5,4, 5,0 so roundabout gebraucht. Wir haben einen 16 Liter Tank. In der Theorie, wenn wir nur 4 Liter verbrauchen würden, schaffen wir realistisch 350 bis 380 Kilometer. Das ist deutlich mehr und deutlich stärker als bei den Mitbewerbern. Darüber hinaus muss man auch sagen, dass der Parallel Twin, der hier eingebaut ist, die Basis der Ninja beziehungsweise der Z ist. Das bedeutet, wir haben hier ein Basisaggregat, das wir schon kennen.

Drehzahl statt Drehmoment?

Die große Frage, die sich bei dem Motor für viele gestellt hat, ist, wie ist er denn unten rum? Schiebt er schön nach oben oder ist er eigentlich ziemliche zahm? Und hier muss man ganz klar sagen, sie haben die ECU neu überarbeitet und sie haben auch, was ich sehr geil finde, eine andere Übersetzung verbaut. Das bringt uns am Ende ein wirklich spritziges Fahrverhalten unten heraus. Wir schieben schön nach oben ohne viele Troubles und vor allem auch im mittleren Drehzahlbereich hat man nicht das Gefühl, dass er permanent am Sterben ist, sondern er schiebt schön nach vorne. Aber und das muss man auch ganz klar sagen, oben raus kommt ein bisschen weniger und vor allem, was für mich am wichtigsten ist, du musst hier halt wirklich den Motor auch ein bisschen orgeln lassen und drehen lassen. In meinem Fall war das kein Problem, aber ich weiß nicht, ob man das im Video gehört hat. Bei mir hat irgendwas vorne beim Windschild geknarzt und geknirscht.

Tief gebaut, leicht beherrschbar

Was man auch sagen muss, der Motor ist hier extrem tief verbaut. Das bringt uns einige Probleme, bringt aber auch einen extrem niedrigen Schwerpunkt vom Motorrad und vor allem auch eine niedrige Sitzhöhe, wo halt jeder runterkommt. Die Bodenfreiheit ist gerade mal 185 mm. Das sind zwar um 5 mm mehr als bei der Honda NX, aber natürlich deutlich weniger als bei den Mitbewerbern und deutlich weniger als bei anderen Motorrädern. Die Sitzhöhe ist ziemlich niedrig mit 870 mm und es gibt vier verschiedene Sitzbankoptionen. Das Gewicht in der Standard ist 194 kg und in der SE ist es 195 kg. Trotzdem sieht man auch hier wieder, die NX500 ist da durchaus auch ein bisschen getargetet worden. In Summe ist er unten raus spritziger auf jeden Fall als die Orangen und vor allem wahrscheinlich auch spritziger als die Roten. Kawasaki zeigt halt, dass man mit einem Parallel Zweizylinder wirklich Fahrspaß erzeugen kann.

Veröffentlichungsdatum: 19.02.2026

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