Harley-Davidson Pan America 1250 Special 2021

Harley-Davidson
Hersteller
Adventure Bike
Art
152
PS
A
Führerschein
21.695 €
Neupreis

Harley-Davidson Pan America 1250 Special 2021

Harley-Davidson zeigt im Klassenzimmer wieder auf! Adventure Motorräder sind in den letzten Jahren zu den Technologie-Treibern geworden und liefern die höchsten Zulassungszahlen. Harley geht nun den Schritt in die Königsklasse der unbefestigten Straßen. Ob das eine gute Entscheidung war, haben wir für euch herausgefunden!

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Technische Details

Allgemein
Hersteller Harley-Davidson
Modell Pan America 1250 Special 2021
Motorrad Art Adventure Bike
Führerschein A
Baujahr 2021
Motor
Motortyp Flüssigkeitsgekühlter 60-Grad-V2 4-Takt-Motor
Zylinder 2
CCM 1252 CCM
Leistung 152 PS
Leistung 112 KW
Drehmoment 128 NM
Bohrung 105 MM
Hub 72 MM
Verdichtung 13,0:1
Kraftstoffmischung Elektronische Benzineinspritzung
Abgasnorm Euro 5
Weitere Details anzeigen
Kraftstoffverbrauch 5,5 L
Getriebe Manuell
Endantrieb Kette
Bremsen & Federelemente
ABS Kurven-ABS
Lenkkopfwinkel ( ° ) 25
Bremse Vorne Radial montierter Brembo 4-Kolben-Monoblock-Bremssattel
Rahmen & Maße und Gewichte
Nachlauf (mm) 108
Bremsen & Federelemente
Bremse Hinten 1-Kolben Bremssattel
Elektronisches Fahrwerk Semiaktiv
Fahrwerk vorne Showa 47mm Upside-Down-Gabel
Federweg vorne 190 MM
Fahrwerk hinten Showa Zentralfederbein mit Umlenkung
Federweg hinten 190 MM
Rahmen & Maße und Gewichte
Gewicht 258 FB KG
Radstand (mm) 1585
Tank 21,2 L
Sitzhöhe 869-894 MM
Sozius Ja
Lenkkopfwinkel 25 °
Radstand 1585 MM
Reifendimensionen Vorne 120/70 - 19
Reifendimensionen Hinten 170/60 - 17
Felgen Speichenfelgen
Abmessungen L 2270 / B X / H X MM
Assistenzsysteme & Elektronik
Tankanzeige Füllstandsanzeige
Ganganzeige Ja
Temperaturanzeige Digital
Drehzahlmesser Digital
Traktionskontrolle Schräglagenabhängig
Sonderausstattung
Quickshifter Nein
Sonderausstattung 1 6,8 Zoll Farb-TFT-Display mit Touch-Funktion
Sonderausstattung 2 Bluetooh-Konnektivität
Sonderausstattung 3 Berganfahr-Hilfe
Sonderausstattung 4 Reifendruck-Kontroll-System
Sonderausstattung 5 4 Fahrmodi (Sport, Road, Rain, Offroad)
Sonderausstattung 6 GPS
Sonderausstattung 7 Kurven-Antriebsschlupfregelung
Sonderausstattung 8 Einstellbares Bremspedal
Sonderausstattung 9 Schutzbügel
Sonderausstattung 10 Aluminium Motorschutz
Sonderausstattung 11 Handschützer
Sonderausstattung 12 Griffheizung
Sonderausstattung 13 Lenkungsdämpfer
Sonderausstattung 14 Adaptive Ride Height
Ersteller Lukas Frohms
Preis
Neupreis AT (€) 21.695 €
Neupreis DE (€) 17.995 €
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Technologisch ein neues Level für H-D. Auf einem weißen Block musste hier von vorne begonnen werden. Startschuss ist der neue Revolution-Max-1250, ein 60 Grad V2 Motor, der vieles Altbekannte über Bord wirft. Erstens ist er wassergekühlt. Zweitens hat er mehr Bohrung wie Hub. Warum? Spitzenleistungen von 152 PS und 128 NM müssen aus dem 1252 Kubik starken Motor gequetscht werden. Das verändert auch massiv den Charakter. Lineares Drehmoment tief unten anliegend und über ein breites Drehzahlband nutzbar. Unsere GPS-Messung ergab von 100 km/h auf 200 km/h nur 6,6 Sekunden und der Top Speed laut Tacho lag bei 226 km/h. Wichtig: den Motor kannst du nur im Sport Modus richtig auskosten. In allen anderen Modi fühlt sich der Motor gedrosselt an. Drittens sorgen zwei Ausgleichswellen für ein vibrationsarmes Fahren, was wir von Harley in der Form noch nie gefühlt haben. Viertens gibt es eine variable Ventilsteuerung, die erst das breite Drehzahlband möglich macht, merkst aber ned, wenn‘s umschaltet. Das gesamte Paket gibt’s natürlich Euro 5 konform und der Sound ist, obwohl er sehr leise ist, gerade im Stand noch der typische Harley Klang, mehr dazu direkt auf unserem YouTube Kanal (TomTour & Reitwagen). Die spannende Frage, wie das Hitzemanagement von diesem hochgezüchteten Motor ist können wir Final nicht beantworten, hatten wir bei unserem Test hauptsächlich Schnee und maximal 10 Grad. Fakt ist, mir wurde auf den Füßen nie kalt und die rechte Seite war sehr warm. Wie das bei 30 Grad und Stadt aussieht werden wir im Sommer sehen.

 

Stinkefinger aus der letzten Reihe

Wer kann sich noch erinnern? Die coolen Kids saßen immer in der letzten Reihe und es waren meist nur Kleinigkeiten, die sie von den Normalos unterschieden. Grundsätzlich hat sie in der Special ein elektronisches semiaktives Showa Fahrwerk. Vorn eine 47mm Upside Down Gabel mit einer Gabelbrücke aus Aluminium. Hinten gibt’s ein über Umlenkhebel abgelenktes Zentralfederbein. Das Fahrwerk agiert zu 100 Prozent automatisch auf Beladungszustände und Fahrer Gewicht. Dabei wird auf das Gewicht von Fahrer, Gewicht vom Gepäck, der Rollwinkel, die Rollrate, die Drosselklappenstellung, Bremsimpulse und der Fahrmodus gecheckt und mit einbezogen. Ein manuelles Eingreifen ist über die Fahrmodi (Comfort, Balanced, Sport, Off-Road Soft, Off-Road Firm) nur sehr eingeschränkt möglich. Trotzdem macht es einen unglaublich starken Job. Selbst bei der Landung vom Sprung kein durchschlagen. Satt und stabil liegt das Motorrad auf der Straße. Vom Handling braucht es beim ersten Impuls in die Kurve mehr Kraft, zieht dann aber sauber zum Scheitelpunkt. Selbst bei Schräglagen von 42 Grad kein Problem. Harley verbaute serienmäßig an der Special auch einen Lenkungsdämpfer, dieser ist nicht einstellbar und für reine Straßenglüher viel zu straff. Runterschrauben, einstellbaren drauf und schon gewinnen wir einiges an Agilität. Harley selbst verbaut diesen aber nicht ohne Grund, Off-Road hilft der Dämpfer unbeschreiblich und ermöglicht auch Nockabazl einen kontrollierbaren Drift. Weltneuheit sind die Reifen. Von Michelin und Harley speziell für die Pan America entwickelte On-Road und Off-Road Reifen vermitteln ein echtes Vertrauen. Auch bei beschissenem Wetter hatten wir immer Grip auf der Straße. Grip kannte ich so von Harley Originalreifen noch nicht!

 

Die Spuckkugel für die Streber!

Zauberwort ARH: Adaptive Ride Height. Adventure Motorräder sind wegen den großen Federwegen immer mit hohen Sitzhöhen verbunden. Im Falle der Pan America zweistufig verstellbar, 869 mm bis 894 mm. Was macht nun ARH? Das senkt das Federbein um ganze 5 cm ab, voll-automatisch und elektronisch. Somit eigentlich die Weiterentwicklung aus der MotoGP, wo alles rein mechanisch funktionieren muss. Wie funktioniert‘s? Wir schalten die Zündung ein und hören schon die Servos arbeiten, es senkt sich. Solange wir stehen bleibt es nun auf der Höhe. Fahren wir an hebt sich das Fahrwerk wieder um diese 5 cm. Damit verlieren wir nichts an Federweg oder Fahrdynamik, weil keine Tieferlegungskits. Eins weitergedacht: wie in der MotoGP könnten wir dadurch in Zukunft vielleicht noch besser Kurven fahren oder einen besseren Highspeed erreichen. Soweit ist das System aktuell aber noch nicht. Wichtig: große FahrerInnen können das gesamte System in der hohen Sitzhöhe fixieren.

 

Fix ankern mit Brembo

258 kg bringt die Special (245 kg die Normale) auf den Asphalt. Das will auch gebremst werden. Dafür setzt Harley auf teure Brembos (Radial montierte 4 Kolben Monoblock) die einen definierten Druckpunkt bieten, ohne Initialbiss. Das späte Bremsen verhindert da nur noch die Elektronik, einzig im Off-Road Plus Modus können wir das ABS am Hinterrad deaktivieren. Traktionskontrolle lässt sich direkt durch einen Schalter am Lenker deaktivieren. Dank der 6 Achsen IMU gibt’s das komplette Elektronik Paket auch Schräglagenabhängig. Die gesamte Elektronik ist konservativ eingestellt, die Menüführung definitiv komplexer als das Steuern eines Flugzeugs. Einzig der Touchscreen und die gut platzierten Schalter am Lenker für Traktionskontrolle und Modi retten uns den Hintern. Arg ist auch, Tempomat und Griffheizung sind serienmäßig verbaut. Den Rotstift merkst nur bei der schwergängigen Kupplung. Hier gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Quickshifter. Das Getriebe ist hierbei straff, nur Neutral suchst etwas.

 

Suchet und findet den Dreck!

Mindblowing was Harley da hinstellt, waren wir spätestens als es Off-Road ging. Beim ersten Hinschauen merkst gleich Sturzbügel bei der Special sind Serie. Speichen Felgen wie bei der teuren Italienerin. Zusatzscheinwerfer? „Ne, das sind die Blinker“, schreit der Nils von der Seite.  Wuchtig steht‘s da, keine Frage, die Identität einer echten Harley steckt ja drin. Leuchten tut‘s wie ein Christbaum und das Design kommt aus der Zukunft. Den Jungen gefällts, mit 70% (Instagram Umfrage mit 5.000 TeilnehmerInnen), die Alten heulen. Aber sind wir mal ehrlich, wie bei der Monster, welcher junge Mensch hat in den letzten Jahren eine Monster oder Harley gekauft? Design altbacken und Technik auch, da ist es nur logisch, sdass Hersteller sich an etwas Neuem versuchen, und eins ist klar: Harley hat da nirgends abgeschaut und etwas komplett Eigenständiges hingestellt.

 

Bis zu den Everglades und retour!

Das Harley Touring Erfahrung hat kann ihnen niemand absprechen. Im Dreck gibt es jedoch auch eine Geschichte. Ist zwar uralt, aber egal. Die Harley Jungs sind einiges an Adventure Eisen gefahren. Das Beste aus der ADV Welt wurde hier mit der Harley Welt verbunden. Der Sitz ist wie auf einer Couch, ich kenne keine ADV die einen bequemeren Sitz verbaut hat. Das Windschild nimmt mich trotz meinen 1,83 komplett aus dem Wind und ist 4-fach einstellbar. Genial ist der Verstell-Mechanismus, sieht aus wie ein Revolver, leider aus Plastik! Für alle Nachtfahrer gibt’s in Serie übrigens ein Kurvenlicht dazu.

 

Fazit

Unglaublich, die Harley Entwickler wurden von der Leine gelassen! Die erste Generation schießt vom ersten Moment an ins obere Mittelfeld der Adventure Eisen. Warum? Harley verlässt die ausgetrampelten Cruiser Wege ohne Identität zu verlieren. Sie schaffen ein komplett eigenständiges Design mit einzigartigen Funktionen. Viele durchdachte Details, wie das eingebaute Navigationsfeature oder der einstellbare Bremshebel. Keinen dicken Zubehör Katalog, einzig die Speichen Räder und das ARH schröpft uns zusätzlich. Abstriche macht sie beim Hitze Management, hier muss Harley in Zukunft noch einmal ran. Ebenfalls nervig ist der Plastik Pistolen Griff vom Windschild. Alles zusammen sticht sie aber mit einem extrem günstigen Preis in den Markt, € 21.695,- kostet die Special, die normale gibt’s für € 18.995,-. Stellt sich die Frage ob die Harley Händler sich auf die neuen Kunden und den neuen Weg von Harley einlassen. Das Material hätten sie mit der Harley-Davidson Pan America nun definitiv.

 

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