Husqvarna Vitpilen 701 2019

Husqvarna
Hersteller
Cafe Racer
Art
74
PS
A2/A
Führerschein
11.299 €
Neupreis

Husqvarna Vitpilen 701 2019

Die Pilens sind, was sie sind. Leiwande Einzylinder – eigentlich die besten – im leichtesten Fahrwerk überhaupt.

Leute, denken wir kurz nach! Stimmt, sowas gibt´s seit dem Ableben der Duke 690 gar nicht mehr. Alles wird schwerer, obwohl produktionstechnisch vieles zum leistbaren Preis vorhanden wäre. Es ist also in erster Linie ein schlaues Konzept. Macht es auch Spaß?

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Technische Details

Allgemein
Hersteller Husqvarna
Modell Vitpilen 701 2019
Motorrad Art Cafe Racer
Führerschein A2/A
Baujahr 2019
Motor
Motortyp Flüssigkeitsgekühlt 1-Zylinder-Motor mit zwei Ausgleichswellen
Zylinder 1
CCM 692.7 CCM
Leistung 74 PS
Leistung 55 KW
Bohrung 105 MM
Hub 80 MM
Abgasnorm Euro 4
Höchstgeschwindigkeit 222 KM/H
Getriebe Manuell
Kupplung Antihopping-Kupplung hydraulisch
Weitere Details anzeigen
Endantrieb Kette
Bremsen & Federelemente
ABS Schräglagenabhägig
Bremse Vorne Brembo Vierkolben-Radialfestsattel 320
Bremse Hinten Brembo Einkolben-Schwimmsattel 240mm
Elektronisches Fahrwerk Nein
Fahrwerk vorne Wp Upside-Down
Federweg vorne 135 MM
Fahrwerk hinten WP-Federbein mit Umlenkung
Federweg hinten 135 MM
Rahmen & Maße und Gewichte
Rahmenbauart Chrom-Molybdän-Gitterrohrrahmen-pulverbeschichtet
Gewicht 157 TG KG
Tank 12 L
Sitzhöhe 830 MM
Sozius Ja
Lenkkopfwinkel 65 °
Felgen Leichtmetall Gussräder
Assistenzsysteme & Elektronik
Tankanzeige Füllstandsanzeige
Ganganzeige Ja
Temperaturanzeige Ja
Drehzahlmesser Digital
Traktionskontrolle Ja
Slidecontrol Nein
Anti-Wheelie-Control Nein
Sonderausstattung
Lenkungsdämpfer Nein
Quickshifter Nein
Preis
Neupreis AT (€) 11.299 €
Neupreis DE (€) 10.195 €
Neupreis CH (CHF) 12.117 CHF
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Die 701er: definitiv alltagstauglich und schnell. Fun pur.

Frisch aus dem Geschäft zünden wir den Single-Häfn. Klar, klingt alles vertraut nach Herzogin, nur die ungewohnte Sattelform und geringfügige Unterschiede bei den Sitzpositionen erinnern uns an die blau-gelbe Fahne. Wir erinnern uns auch, dass im SM-Garten desselben Adelsgeschlechts schon einmal ein ganz-anderer-Sitzbezug nach nur einer halben Saison ausgetauscht wurde (erste 701). Da kann viel schief gehen, wenn man in unbekannten Gewässern rudert. Nach 1000 Kilometern aber muss man der Vitpilen sitzergonomische Brauchbarkeit attestieren.

Dabei fragt sich jeder vor dem Aufsitzen: Kann das bequem sein?

Nein, Goldwing-Couch ist es keine. Aber Hard-Enduro-Sattel auch nicht. Ob die rau ausgeführte Materialoberfläche nach Jahren auch noch so guten Halt bieten wird, werden andere feststellen müssen. Im Testzyklus passt die neue, ungewohnte Kantenpolsterform bis zum Schluss. Über den Murl gibt´s eigentlich keine Diskussion. Wir kennen ihn seit Jahren. Das Husqvarna-Mapping ist etwas anders als bei der orangen Verwandtschaft, aber das merkt man nur, wenn man jahrelang mit seiner 690er die Beziehung gepflegt hat. Trotz der angesprochenen, auf den ersten Metern ungewohnten, bissi andere Haltung, die man auf diesen Eisen einnimmt, findet man schnell die Stellen auf der futuristischen Haut, an denen man die Fuhre easy zureiten kann. Das fördert Dopamin beim Zug am Kabel. Jetzt tu ich mir ein bissl schwer. Lehne ich doch den Unsinn mit den tiefen Holmhaggerln abseits des Rings komplett ab. Wie also kann ich da objektiv über die Vitpilen schreiben? Sagen wir einmal so: Die 30mm Lenkererhöhung aus dem Aftermarket empfehle ich jedem, der im Alltag durch die Stadt muss. Im Freiland freilich merkt man davon nichts, wenn der Luftpolster (Naked!) den Druck vom Lenker nimmt. Auch das Anbremsen kann von Kilometer zu Kilometer härter vorgenommen werden, wenn man da praktisch direkt seine Masse über die Gabel in die Erde drückt. Definitiv mehr und heftigere Impulse beim Korrigieren im Scheitel sendet man aber über den Lenker in die Front, daran muss man sich gewöhnen.

 

Die 17-Zöller biegen bekanntlich gleich einmal ab, wenn die Schulter nur kurz zuckt.

Fahrwerkstechnisch freuen wir uns über alle Tugenden, die wir schon bei der Duke 690 so schätzten. Und über den besten Einzylinder am Planeten sowieso. A-ha, Berzerk also findet die Vitpilen kommod. Ok, der reitet auch mit einer Dorsoduro über 100 Pässe in der Op-Ebene. Nach einer Woche Bim-Häckeln (für unsere nördlichen Nachbarn: die Wiener Straßenbahn Ärgern), Alpenvorlandwüten und Rennstrecken-Shooting sagen wir baba. Leider müssen diese unterschätzten Eisen zurück nach Vösendorf. Zwei mächtige Hämmer mit unglaublichen Handling-Eigenschaften, fahrdynamisch absolut spitzenmäßigen Werkzeugkomponenten (Quickshifter, Anker und Kupplung präzise und kinderleicht zu bedienen) und definitiv eigenständiger Optik. Publikum? Wer „anders schön“ sagt, muss sich stellen. Im engen Winkelwerk kaum zu biegen. Nix anders.

Text: Lost Espandrillo

Fotos: Husqvarna

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